
Originaltitel: Breakfast at Tiffany's
Übersetzer: Heidi Zerning
Taschenbuch, 120 Seiten
Goldmann, 2009
ISBN: 978-3-442-46904-8
Beschreibung:
Die achtzehnjährige Holly Golightly lässt sich in New York vom Strom des leichten Lebens treiben. Mit charmanter Keckheit und überraschendem Einfallsreichtum schlägt sie sich zwischen Bohemiens, Playboys, Gin und Rosen durch und bleibt sich und ihrem Herzen treu. Und manchmal, wenn sie die unbestimmte Furcht vor dem Leben packt, dann hilft nur eins: schleunigst zum Juwelier Tiffany gehen.
Erste Sätze:
Ich bin jemand, den es immer wieder zu den Orten hinzieht, wo er früher gewohnt hat, zu den Häuser und ihrer Umgebung. So steht in der Upper Eastside das Haus aus rotbraunem Sandstein mit meiner allerersten New Yorker Wohnung während der ersten Kriegsjahre. Sie bestand aus nichts weiter als einem Zimmer, vollgestopft mit Möbeln vom Dachboden, darunter ein Sofa und Polstersessel, bezogen mit jenem kratzigen roten Samt, der an heiße Tage in der Eisenbahn erinnert.
Meine Meinung:
Der Erzähler ist von der ersten Begegnung an von seiner Nachbarin Holly fasziniert und möchte mehr über sie erfahren. Und tatsächlich freunden sich die beiden an und Holly lässt ihn an ihrem ungewöhnlichen New Yorker Leben teilhaben. Sie lebt ein schnelles, oberflächliches Leben als Partygirl und lässt sich von Männern aushalten - zumindest auf den ersten Blick. Doch nach und nach entdeckt er auch die Schattenseiten hinter der schillernden Oberfläche.
Es fällt mir schwer etwas zu dem Buch zu sagen außer dass es mir sehr gut gefallen hat. Aber zu beschreiben warum ist irgendwie kompliziert. Capote hat einen wunderbar präzisen Schreibstil, bei dem jedes Wort perfekt stimmt. Aber gleichzeitig ist er auch distanziert, was an sich selten zu der Thematik passt, aber irgendwie funktioniert es hier.
Holly ist von ihrem ersten Auftauchen bis zum Ende eine Figur, die mich fasziniert hat und die ich liebend gern mal kennen lernen würde. Obwohl oder gerade weil ich mir nie wirklich sicher war, wie sie jetzt ist. Naiv und lässt sich benutzen oder kühl kalkulierend die anderen benutzend - aber auf jeden Fall wirkt sie unheimlich sympathisch und wie jemand mit dem es einem nie langweilig wird, sondern man immer etwas erleben wird.
Ein sehr schönes bezauberndes Kleinod von Buch, dass ich unbedingt auch noch in der Originalsprache lesen möchte, nachdem mich die Übersetzung schon gerade stilistisch so beeindruckt hat.
Vor 35 Minuten
3 Kommentare:
Toll, das Buch habe ich auch schon gelesen. ist allerdings schon ein paar Jahre her :)
Tolle Rezi
Liebe Grüße, die Doreen :)
Danke :)
Ich kenne nur den Film dazu, der hat mir sehr gut gefallen :) Habe gar nicht gewusst, dass es ein Buch dazu gibt, das muss ich unbedingt lesen!
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